Vorbereitung ist alles

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Oma nannte es noch Vorkochen – heute spricht man von Meal-Prepping. Der Trend, bei dem man seine
Mahlzeiten im Voraus zubereitet und portioniert, ist in aller Munde – beziehungsweise erst einmal in
aller Vorratsdosen.

Beim Meal-Prepping werden alle Zutaten gekocht, geschnitten und in Behältern verstaut, um sie dann über mehrere Tage hinweg zu essen. Der Trend stammt ursprünglich aus den USA und hat sich in den letzten Jahren auch bei uns verbreitet. Der Grundgedanke hinter dem Meal-Prepping ist, Zeit und Aufwand in der Küche zu sparen und gleichzeitig gesunde Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Indem man die Mahlzeiten im Voraus plant und vorbereitet, kann man vermeiden, dass man unter der Woche – wenn es schnell gehen muss – auf ungesunde Fertiggerichte oder Fast Food zurückgreift.

NÄHRWERTE UNTER KONTROLLE

Der Trend hat sich vor allem durch die steigende Nachfrage nach gesunder Ernährung und die wachsende Beliebtheit von Fitness, Wellness und letztendlich auch speziellen Diäten und Ernährungsweisen wie Low-Carb, Keto oder Clean Eating entwickelt. Denn ein großer Vorteil des Meal-Preppings ist, dass man eine optimale Kontrolle über die Portionsgrößen und die Nährstoffzusammensetzung der Mahlzeiten hat. Durch das Meal-Prepping können vor allem die Freunde der besonderen Ernährungsweisen sicherstellen, dass sie auch im stressigen Alltag gesunde und passende Mahlzeiten mit genau den richtigen Zutaten zu sich nehmen.

NACHHALTIGES KOCHEN

Darüber hinaus spielt der Aspekt der Nachhaltigkeit eine Rolle. Durch das Meal- Prepping kann man Lebensmittelverschwendung reduzieren, da man genau plant, welche Zutaten man benötigt und keine Reste übrigbleiben. Auch viele Foodblogger sind auf den Zug aufgesprungen und zeigen im Internet, wie man mit oft einfachen Zutaten verschiedene Gerichte für eine ganze Woche zaubert. Eine Kochsession am Wochenende reicht dann aus, um sich perfekt auf die nächsten Tage oder sogar die komplette kommende Woche vorzubereiten – auch wenn die Zeitangaben einiger Blogger sicher etwas optimistisch sind (z. B.: 24 Gerichte in einer Stunde). Einen Haken gibt es allerdings: Für eine ganze Familie zu meal-preppen, ist schon eine besondere Herausforderung – alleine schon der Fülle der Behälter wegen.

APROPOS DOSEN

Die Hersteller von Plastikdosen haben längst spezielle, in Fächer unterteilte Meal-Prep-Boxen entwickelt, die das Meal-Preppen noch einfacher machen sollen. Ob
man diese aber wirklich braucht, ist wohl – ähnlich wie beim Essen selbst – Geschmackssache. Wer mag, kann auch zum guten alten Einmachglas oder einer einfachen Plastikdose greifen. Gesund und ausgewogen, zeitsparend und gleichzeitig gut fürs Portemonnaie und die Umwelt: Wer die Mühe nicht scheut (und organisiert genug ist), für den ist der Trend Meal-Prepping sicherlich einen Versuch wert.

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