Herz und Nieren: Ein eingespieltes Team

Die Organe in unserem Körper arbeiten eng zusammen, beeinflussen sich gegenseitig und bilden ein fein  abgestimmtes Netzwerk, das unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität stark beeinflusst. apropos zeigt, warum es wichtig ist, Organe wie Herz und Niere als ein zusammenhängendes System zu betrachten.

Unser Herz und unsere Nieren sind ein eingespieltes Team, bei denen eine Fehlfunktion
bei einem der beiden Organe auch Auswirkungen auf das jeweils andere Organ haben kann. Das Herz agiert dabei als Pumporgan und pumpt sauerstoffreiches Blut über die Hauptschlagader (Aorta) in die
Arterien. So stellt es sicher, dass sämtliche Zellen des Körpers erreicht und mit lebensnotwendigen Stoffen versorgt werden. Das sauerstoffarme Blut fließt anschließend aus dem Gewebe
durch die Venen zurück zum Herz. Dort angekommen wird es in den Lungenkreislauf gepumpt, um es wieder mit Sauerstoff anzureichern. Die Nieren hingegen filtern und reinigen das Blut, entfernen schädliche Toxine, und scheiden Abfallprodukte oder überschüssige Substanzen, die vom Körper nicht mehr benötigt werden, mit dem Urin aus. Die Aufgaben der Nieren beschränken sich allerdings nicht nur auf die Blutreinigung. Sie regulieren auch den Wasser- und Elektrolythaushalt unseres Körpers, den Säure-Basen- Haushalt, die Blutbildung und den Blutdruck. Jegliche Störungen in der Verbindung zwischen Herz und Nieren können daher zu ernsthaften Problemen führen. Doch wie sieht das Zusammenspiel der beiden Organe aus?

HERZ UND NIERE IM WECHSELSPIEL
Die Verbindung zwischen Herz und Nieren liegt in der Blutversorgung. Das Blut wird vom Herz in die Arterien gepumpt und von dort zu den Nieren transportiert. In den Nieren erfolgt die Filtration des Blutes in winzigen Blutgefäßen, die es von überschüssigem Wasser und Abfallstoffen befreien. Das gereinigte und gefilterte Blut kehrt dann zum Herz zurück und wird erneut in den Kreislauf gepumpt. Gerät die Verbindung zwischen Herz und Nieren durch Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Arterienentzündungen, Verkalkungen (Arteriosklerose) oder eine Herzschwäche aus dem Gleichgewicht, können die Nieren ihrer Aufgabe nicht mehr nachgehen. Der Blutfluss zu den kleinen Filtereinheiten verringert sich und die Reinigung des Blutes ist eingeschränkt. Schädliche Stoffe und Abfallprodukte verbleiben im Körper, der diese nur in geringen Mengen abtransportieren kann. Umgekehrt können Nierenerkrankungen, etwa als Folge einer Entzündungsreaktion, das Herz und den Blutdruck belasten und das Risiko für die Entwicklung einer Herzschwäche sowie Herzinfarkte, plötzlichen Herztod und Schlaganfälle erhöhen.

ÜBERGREIFEND DENKEN
Herz-Kreislauf- und  Nierenerkrankungen teilen oft gemeinsame Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder  Rauchen. Auch Menschen mit Diabetes haben ein stark erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Die Diabetes kann sowohl das Herz als auch die Nieren schädigen, da hohe Blutzuckerwerte  Entzündungsreaktionen im Körper fördern und verschiedene Stoffwechselvorgänge beeinflussen. Ein chronisch hoher Blutzucker beschleunigt unter anderem die Entzündung, Verkalkung und Schädigung von Gefäßen und führt zu einer Verschlechterung der  Pumpleistung des Herzens. Hoher Blutzucker schädigt auch den Nierenfilter und führt zum Verlust von Eiweiß über die Niere und im weiteren Verlauf zu einer Reduktion der Nierenfunktion. Hierdurch werden wiederum das Herz und der Blutdruck beeinflusst. Die Kontrolle des Blutzuckerspiegels und die regelmäßige ärztliche Überwachung trägt daher dazu bei, eine gesunde Balance zwischen Herz und Nieren aufrechtzuerhalten.

GUT FÜRS HERZ, GUT FÜR DIE NIERE
Das Zusammenspiel zwischen Herz und Nieren zeigt, wie eng unsere Organe im Körper miteinander verbunden sind. Unterstützen Sie Ihren Körper, indem Sie  einer gesunden Lebensweise nachgehen, sich regelmäßig bewegen und ausgewogen ernähren sowie auf Stress, Rauchen und Alkohol verzichten. Sollten Sie sich unwohl fühlen, Herz oder Nierenprobleme feststellen, zögern Sie nicht, sich ärztlichen Rat einzuholen.

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