Volkskrankheit Rückenschmerzen

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Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen weltweit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Schmerzen im unteren Rücken die weltweit führende Ursache für gesundheitlich bedingte Einschränkungen. Millionen Menschen sind mit Auswirkungen auf Alltag, Beruf und Lebensqualität betroffen.

Auch hierzulande zählen Rückenbeschwerden zu den verbreitetsten Volkskrankheiten: Rund ein Drittel der Erwachsenen leidet daran. Die Wirbelsäule bildet das zentrale Stütz- und Bewegungsorgan des Körpers. Ihre besondere Konstruktion aus Wirbeln, Bandscheiben, Bändern und Muskulatur ermöglicht Stabilität und Beweglichkeit zugleich. Täglich ist sie beim Sitzen, Gehen, Heben oder Sport unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt.

Treten Schmerzen auf, lassen sich diese häufig nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Vielmehr entsteht ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, zu denen Bewegungsmangel, Fehlbelastungen, Überlastungen, Verschleißerscheinungen oder auch psychosoziale Belastungen gehören können.

Akut oder chronisch? Grundsätzlich wird zwischen akuten und chronischen Rückenschmerzen unterschieden. Akute Beschwerden treten meist plötzlich auf und klingen häufig innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder ab. Halten die Schmerzen länger als drei Monate an, spricht die Medizin von chronischen Rückenschmerzen. Diese können die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und erfordern oftmals eine umfassendere Diagnostik.

Moderne Behandlung Die Vielzahl möglicher Ursachen macht deutlich, dass Rückenschmerzen häufig eine interdisziplinäre Betrachtung erfordern. Neben der hausärztlichen Versorgung können je nach Beschwerdebild unterschiedliche Fachrichtungen in Diagnostik und Therapie eingebunden werden. Ziel ist es, die individuellen Ursachen möglichst genau zu erfassen und darauf aufbauend ein passendes Behandlungskonzept zu entwickeln.

Aachener Konzept Im Wirbelsäulen- zentrum der Uniklinik RWTH Aachen beraten Fachärztinnen und Fachärzte die Fälle gemeinsam in speziellen Wirbelsäulenkonferenzen. Dabei werden Diagnostik, konservative Maßnahmen, Schmerztherapie und mögliche operative Verfahren interdisziplinär abgestimmt. Ziel ist stets die bestmögliche Behandlung bei größtmöglichem Erhalt der Lebensqualität.

Wenn möglich konservativ, wenn nötig operativ – aber immer individuell.
– Leitgedanke des Wirbelsäulenzentrums der Uniklinik RWTH Aachen

Was hilft dem Rücken?

✓ Regelmäßige Bewegung
✓ Kräftigung der Rumpfmuskulatur
✓ Vermeidung von Bewegungsmangel
✓ Frühzeitige ärztliche Abklärung bei anhaltenden Beschwerden

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