Über Nacht regeneriert sich unser Körper und bereitet uns darauf vor, fit und ausgeruht in den nächsten Tag zu starten. Trotzdem kennt jeder das Gefühl, wenn schlechter Schlaf uns müde, reizbar und unkonzentriert zurücklässt. apropos klärt auf, welche Faktoren dabei helfen, dass aus süßen Träumen keine Albträume werden.
Spätestens wenn der Blick auf die Uhr verrät, dass es mal wieder später wird als geplant, kommt der Gedanke auf: Schlaf ist doch überbewertet. Jedoch liegt man damit falsch, denn der Körper braucht Schlaf für die physische wie auch psychische Erholung. In der Nacht fährt unser Organismus runter, sodass Zellen sich erneuern, das Immunsystem gestärkt wird und Erlebtes sowie Erlerntes im Langzeitgedächtnis Verarbeitung findet. Je nach Schlafphase ist unser Gehirn aktiv, während der Rest von uns auf Sparflamme regeneriert.
Innerer Rhythmus
Wie erholt wir am nächsten Morgen wirklich sind, hängt von vielen Faktoren ab. Die benötigte Schlafdauer ist dabei, biologisch bedingt, von Mensch zu Mensch unterschiedlich. „Für gesunden Schlaf sorgen vor allem äußere Bedingungen, die wir selbst kontrollieren können. Ein kühles Schlafzimmer, atmungsaktive Bettwäsche, gute Licht- und Lärmisolation sowie wenige Störquellen im Zimmer sind förderlich. So ist ein Fernseher im Schlafzimmer, wenn auch bequem, eher kontraproduktiv“, erklärt apl.-Prof. Dr. med. Johannes Schiefer vom Schlaflabor der Klinik für Neurologie an der Uniklinik RWTH Aachen. Gleiches gilt für schweres Essen vor dem Zubettgehen sowie Alkoholkonsum. Bei abendlichem Sport ist es wiederum unterschiedlich, ob man danach müde ist oder sogar wacher.
Prävention für guten Schlaf
Hat man doch einmal schlecht geschlafen, fühlt man sich gereizter und kann sich deutlich schlechter konzentrieren. Die Körperzellen regenerieren sich nicht so gut und wir sind anfälliger für emotionalen Stress sowie für Krankheiten. Dagegen hilft vor allem Prävention: Schlafrituale, wie feste Zeiten und Abläufe vor der Nachtruhe gewöhnen den Körper daran, zur Ruhe zu kommen. Auch Atemübungen und ruhige Musik helfen gegen Unruhe. Wenn das Gedankenkarussell sich trotzdem dreht, kann es helfen, die Gedanken aufzuschreiben und bewusst auf den nächsten Tag zu verschieben.









