Kleine Patienten in guten Händen

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Das Schlimmste, was sich Eltern vorstellen können, ist wohl, dass dem eigenen Nachwuchs etwas passiert. Manchmal jedoch ist ein Aufenthalt im Krankenhaus unvermeidbar: eine Ausnahmesituation, der Eltern meist mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Gerade dann sollten sie sich darauf verlassen können, dass ihr Kind in guten Händen ist. Dem Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen ist die umfassende und spezialisierte medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen – vom ersten Lebenstag bis zum Erreichen des Erwachsenenalters – eine Herzensangelegenheit.

Kranksein ist nie schön, ein Krankenhausaufenthalt erst recht nicht. Doch ab und an bleibt es nicht nur bei einer kleinen Kratz- oder Schürfwunde, und der Weg in die Klinik ist unausweichlich. Besonders für die Kinder selbst ist dieser Moment nicht selten belastend: fremde Menschen, ungewohnte Umgebung, beängstigende Untersuchungsgeräte, und überhaupt schläft es sich Zuhause im eigenen Bett immer noch am besten.

Erkranken Kinder ernsthaft, benötigen sie besondere Fürsorge und Betreuung. Das erfordert nicht nur eine fachliche Qualifikation auf höchstem Niveau, sondern auch Einfühlungsvermögen. Für die Kinderärztinnen und -ärzte sowie das Pflegepersonal der Uniklinik RWTH Aachen ist ihr Beruf gleichzeitig auch Berufung: „Wir kümmern uns intensiv um unsere kleinen und größeren Patientinnen und Patienten, und tun alles, um ihren Aufenthalt so kurz wie möglich zu gestalten. Menschliche Zuwendung, vor allem aber auch wissenschaftsbasierte Medizin sind entscheidend für eine schnelle Genesung. Das ist das Leitbild unserer täglichen Arbeit“, macht Univ.-Prof. Dr. med. Norbert Wagner, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen deutlich.

FAMILIENFREUNDLICHE ATMOSPHÄRE

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen verfügt über fünf Stationen mit verschiedenen Schwerpunkten und eine Intensivstation. Ein Spielzimmer, in dem sich die kranken Kinder beschäftigen und Spaß haben können, sowie verschiedene saisonale Aktionen beispielsweise zu Karneval und Nikolaus – die dank ehrenamtlicher Vereine und Privatpersonen möglich sind – sorgen für Ablenkung und Aufheiterung bei den jungen Patientinnen und Patienten und lassen den Krankenhauscharakter für kurze Zeit in den Hintergrund rücken.

KINDER SIND KEINE KLEINEN ERWACHSENEN

„Wichtig ist, zu verstehen, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind. Ihr Körper ist nicht mit dem eines Erwachsenen zu vergleichen“, erklärt Prof. Wagner und führt aus: „Der kindliche Organismus unterscheidet sich deutlich in der Ausreifung und Funktionsweise der Organsysteme. Der Stoffwechsel und auch das Immunsystem beim Kind verhalten sich anders.“ Diese Tatsache verlangt eine andere Herangehensweise bei der Diagnose und Therapie, die speziell auf die Bedürfnisse und Besonderheiten des kindlichen Organismus sind. Häufig wird ein Elternteil gemeinsam mit dem Kind auf die Station aufgenommen.

UMFANGREICHES LEISTUNGSSPEKTRUM

Von A wie Allergie bis Z wie Zytomegalie: Das Behandlungsspektrum der Kinder-klinik an der Uniklinik RWTH Aachen umfasst alle Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Das schließt auch die Betreuung aller Früh- und Neugeborenen mit ein. „Daneben kümmern wir uns schwerpunktmäßig vor allem um chronisch kranke Kinder und Jugendliche aller Altersklassen, beispielsweise mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems und des Magen-Darm-Traktes, mit Tumorerkrankungen und rheumatischen Krankheiten“, so der Klinikdirektor.

VERSIERTE FACHMEDIZINERINNEN UND -MEDIZINER FÜR IHR KIND

Ob akute Infektionen, Diabetes, Entwicklungsstörungen oder gar Krebs – die Uniklinik verfügt über die notwendige Kompetenz bei der Behandlung. Eine besondere Expertise besteht in den Bereichen der Neonatologie (Neu- und Frühgeborene), der Neuropädiatrie (Kinderneurologie mit Sozialpädiatrie) sowie der pädiatrischen Onkologie und Stammzelltransplantation, die mit weiteren Universitätsprofessoren vertreten sind. „Unter einem Dach vereint arbeiten wir interdisziplinär, in multiprofessionellen Teams zusammen, wodurch wir eine ganzheitliche Rundumversorgung für Kinder und Jugendliche gewährleisten“, betont Prof. Wagner. In diesem interdisziplinären Konzept arbeiten die Ärztinnen und Ärzte auch eng mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zusammen, um Kindern und Jugendlichen in der gesamten Region eine Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wohnortnah anbieten zu können.

In jeder Behandlungsphase wenden die Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen moderne und individuell auf jedes Kind abgestimmte Diagnostik- und Therapieverfahren an. Die auf das individuelle Kind abgestimmte Kinderkrankenpflege spielt bei der Behandlung eine herausragende Rolle. Gemeinsame Visiten des pflegerischen mit dem ärztlichen Bereich unterstreichen die interdisziplinäre Arbeit. Für die Betreuung der Kinder und der Familien steht zudem ein psychosoziales Team bereit.

EINBEZIEHUNG DER FAMILIE

„Für den Behandlungserfolg und die Genesung ist ein enges und vertrauensvolles Verhältnis wichtig. Daher besprechen wir alle geplanten Maßnahmen ausführlich mit unseren Patienten und ihren Eltern, um ihnen den Sinn und die Notwendigkeit verständlich zu machen“, so der erfahrene Arzt. Jedes Neugeborene, jedes Kind und jeder Jugendliche werden in seiner Individualität wahr und ernst genommen. „Umsichtige Aufklärung, persönliche und empathische Beratung sowie ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte sind uns sehr wichtig“, sagt Prof. Wagner.

GUT ZU WISSEN

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen ist die einzige dieser Art in der Region. Hier werden jährlich rund 4.500 Kinder und Jugendliche stationär behandelt sowie mehr als 15.000 kleine Patientinnen und Patienten ambulant versorgt. Die Klinik ist auf die Behandlung von kleinsten Frühgeborenen bis hin zu Teenagern spezialisiert. Das multiprofessionelle Behandlungsteam besteht unter anderem aus mehr als 25 Fachärztinnen und Fachärzten sowie zahlreichen examinierten Pflegefachkräften, die das gesundheitliche Befinden der kleinen Patientinnen und Patienten rund um die Uhr im Blick haben und bei Bedarf sofort zur Stelle sind.

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