Hexenschuss: Wenn der Rücken plötzlich dichtmacht

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Falls Sie selbst schon einmal einen Hexenschuss erlebt haben, wissen Sie, wie plötzlich und heftig die Schmerzen zuschlagen können. Jede Bewegung fällt schwer, manchmal reicht schon eine kleine Drehung, und der Rücken blockiert. Ein Hexenschuss fühlt sich zwar unangenehm und schmerzhaft an, ist aber meist gut behandelbar.

Ein schöner Rücken kann zwar entzücken, aber auch erdrücken. Ein Hexenschuss entsteht durch eine plötzlich auftretende muskuläre Verkrampfung im unteren Rücken oder eine kleine Gelenkblockade. Das fühlt sich dramatisch an, ist aber fast immer harmlos. Zuerst ist wichtig, keine Panik zu bekommen. Atmen Sie ruhig weiter, um den ersten Schreck zu überwinden.

Im akuten Schmerz steht die Linderung im Vordergrund. Kurzzeitig eingesetzte Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können helfen, den schlimmsten Stich zu dämpfen und etwas Bewegung zu ermöglichen. Wärme wirkt häufig ebenfalls wohltuend. Wärmflasche, Kirschkernkissen oder ein warmes Bad entspannen die Muskulatur und lockern die Lumbago, so der medizinische Fachbegriff, auf. Viele Betroffene finden außerdem Entlastung in der Stufenlage. Legen Sie sich hierfür auf den Rücken, lagern Sie Ihre Unterschenkel im rechten Winkel hoch und atmen Sie einige Minuten ruhig.

Schonende Bewegung nach Akutphase
Sobald der akute Schmerz nachgelassen hat, ist schonende Bewegung wichtig, um den Hexenschuss wieder loszubekommen. Kurze Spaziergänge, behutsame Mobilisationsübungen und leichte Dehnungen helfen dem Rücken, sich wieder zu normalisieren. Bettruhe hingegen verlängert die Beschwerden oft.
Ein Hexenschuss klingt in der Regel innerhalb weniger Tage deutlich ab. Ärztlicher Rat ist jedoch nötig, wenn Taubheitsgefühle, Lähmungen oder starke, in die Beine ausstrahlende Schmerzen auftreten, was auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen kann. Mit Ruhe, Wärme und vorsichtiger Bewegung stehen die Chancen gut, bald wieder beschwerdefrei zu sein. 

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