Den muss er machen!

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Während viele Nationalmannschaften aus Europa gerade wieder erstklassigen Fußball zeigen, lässt Ihr Sportwissen deutlich zu wünschen übrig? Kein Problem! Lassen Sie einfach ein paar Phrasen fallen und schon gehen Sie bei nächsten Spiel als Expertin bzw. Experten durch. Hier unsere Tipps:

„Den hätte sogar meine Oma gemacht!“
Wann? Verpasste Großchance! Ein Spieler vergibt aus aussichtsreicher Position direkt vor dem Tor eine hundertprozentige Chance. Sie drücken damit aus, dass selbst ein körperlich eingeschränkter Laie den Ball verwandelt hätte. Geht ein Raunen durch die Menge, können Sie auch mit der Steigerung „meine Oma mit Krückstock“ nichts falsch machen.

„Das nächste Spiel ist immer das schwerste.“
Wann? Direkt nach Abpfiff gilt es, den Fokus auf den nächsten Gegner zu richten. Die Aussage erhält nach Beendigung der Gruppenphase ab den Achtelfinals erst seine Bedeutung – hier kann schließlich jede Partie das Aus bedeuten. Der Satz geht übrigens auf Trainerlegende Sepp Herberger zurück. Er holte 1954 beim „Wunder von Bern“ mit seiner Truppe den ersten WM-Titel für Deutschland.

„So ist Fußball.“
Wann? Der vermutlich am häufigsten verwendete Spruch am Stammtisch. Und Sie werden sich freuen: Dieser Satz passt immer! Tränen bei den Fans, ein Traumtor oder ein unberechtigter Foulelfmeter: Im Fußball ist alles möglich – und genauso vielseitig ist die Phrase in Diskussionen anzuwenden. Damit haben Sie garantiert das letzte Wort.

„Die Tagesform wird entscheidend sein.“
Wann? Wenn zwei gleichrangige Gegner gegeneinander antreten und es keinen klaren Favoriten gibt. Ob das der Fall ist, können Sie in der Tagespresse nachlesen. Den Satz dann kurz vor oder nach Spielbeginn fallen lassen. Es ist allerdings fraglich, warum die Form sonst nicht entscheidend sein sollte – aber ignorieren Sie diesen Gedanken einfach.

„Ein Tor würde dem Spiel guttun.“
Wann? Wenn Sie gelangweilt vor dem Fernseher sitzen und das Spiel vor sich hinplätschert, liegen Sie mit diesem Satz goldrichtig – solange noch kein Tor gefallen ist. Es ist davon auszugehen, dass ein Tor Schwung in die Partie bringt, da eine Mannschaft in Zugzwang gerät, um mindestens einen Punkt bei einem Unentschieden aus dem Spiel mitzunehmen.

„Das ist internationale Härte – in England pfeift das keiner!“
Wann? In England wird traditionell sehr körperbetonter Fußball gespielt, weswegen Zweikämpfe mit hoher Intensität dort anders bewertet werden. Kommt es im Spiel zu heftigem Körpereinsatz, zeigen Sie mit dieser Aussage kulturelle Weitsicht. Wichtig: Der Schiedsrichter muss natürlich vorher gepfiffen haben. Dem gefoulten Spieler werfen Sie damit übrigens zeitgleich mimosenhaftes Verhalten vor.

„Für Schönspielen gibt es keine Punkte.“
Wann? Einige Fußballer sind echte Ballkünstler und können mit so manchen Tricks und atemberaubenden Kombinationen auftrumpfen. Der Spruch ging vor 20 Jahren noch gut bei den Brasilianern, aber die Zeiten ändern sich. Heutiger Garant: der Portugiese Cristiano Ronaldo. Bei dem können Sie übrigens der Erfahrung nach auch immer gut die „England“-Phrase zu Fouls anwenden. Aber zurück zum Schönspielen: Im Fußball gewinnt nicht immer die offensiv stärkere oder attraktiv spielende Mannschaft. Gewinnen kann man auch, wenn man das Spiel des Gegners zerstört oder Standardsituationen wie Eckbälle verwandelt. So ist Fußball – das ist übrigens auch eine gute Phrase.

„Hoch und weit bringt Sicherheit!“
Wann? Kommt bei nicht so spielstarken Mannschaften vor – oder wenn ein Ergebnis zehn Minuten vor Ende der Partie mit aller Macht gehalten werden soll. Es ist kein gepflegter Ballbesitz zu erwarten, das Leder wird ohne Zielperson möglichst weit in die gegnerische Hälfte geschossen. Stellen Sie sich bei Ländern darauf ein, deren geografische Lage Sie googeln müssen.

apropos wünscht viel Erfolg beim Fußballschauen!

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