Alles im grünen Bereich

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Kräuter in der Frühlingsküche

Mit dem Frühjahr beginnt in Deutschland die Kräutersaison. Ab April werden Bärlauch, Koriander, Gartenkresse, Rosmarin, Sauerampfer und Schnittknoblauch erntereif und bringen frische Aromen in die Küche. Sie verleihen Salaten, Suppen und warmen Gerichten eine leichte Würze und liefern zugleich wertvolle Vitamine sowie Mineralstoffe wie Eisen und Calcium.

Vielen Kräutern wird eine positive gesundheitliche Wirkung bei beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden zugeschrieben. Trotz ihrer Vorteile ist Vorsicht geboten, denn einige Pflanzen besitzen ungenießbare Doppelgänger. Andere Sorten wie Sauerampfer sollten je nach Reifegrad besser kurz abgekocht werden. Vor dem Sammeln oder Verzehr lohnt es sich daher zu prüfen, ob es besondere Hinweise zu dem jeweiligen Kraut gibt.

Getreide-Check

Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und viele weitere Sorten gehören zu den klassischen Getreiden und stehen bei vielen regelmäßig auf dem Speiseplan. Getreide liefert Eiweiß, Vitamine sowie Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium und ist zudem eine wichtige Quelle für Ballaststoffe.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt insbesondere den Verzehr von Vollkornprodukten. Da sie aus dem ganzen Korn hergestellt werden, enthalten sie mehr Nährstoffe als Produkte aus Weißmehl. Wichtig ist, dass Vollkornprodukte nicht über Farbe oder Körneranteil zu erkennen sind, sondern ausschließlich über die Bezeichnung „Vollkorn“. Diese ist klar definiert und geschützt. Ein Blick auf die Verpackung oder ein gezieltes Nachfragen bei den Verkäuferinnen und Verkäufern erleichtern die Orientierung.

Bitter? Ja bitte!

Während wir unser Essen gerne salzen, schärfen
oder süßen, ist bitter für viele zunächst ein ungewohnter Geschmack. Doch wer sich langsam daran gewöhnt, stellt fest, dass Bitterstoffe dem Körper guttun. Zu den Bitterstoffen zählen verschiedene natürliche Pflanzenstoffe, die alle bitter schmecken, aber unterschiedliche Wirkungen haben. Sie unterstützen die Verdauung, indem sie beispielsweise den Speichelfluss anregen und die Darmtätigkeit fördern.

Am sinnvollsten ist es, Bitterstoffe über
natürliche Lebensmittel aufzunehmen, da bei Präparaten häufig unklar bleibt, welche Stoffe in welcher Menge enthalten sind. Besonders reich an Bitterstoffen sind Salate wie Chicorée und Rucola, heimische Kohlsorten wie Grünkohl, grünes Gemüse wie Spinat sowie unter anderem Artischocken und Oliven. Auch Getränke wie Kaffee, Salbeitee oder grüner Tee liefern natürliche Bitterstoffe.

Gemüse gut, alles gut

Dass Gemüse für unseren Körper gesund und unverzichtbar ist, ist längst bekannt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt, täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen. Besonders saisonale und regionale Sorten tun nicht nur uns gut, sondern auch der Umwelt, der lokalen Landwirtschaft und nicht zuletzt dem eigenen Geldbeutel. Mit dem Frühling kehrt zudem eine frische und in diesem Fall besonders grüne Auswahl zurück.

Ab April finden sich auf den Wochenmärkten nun wieder verschiedene Salate wie Feld‑, Blatt‑ oder Kopfsalat sowie Spinat, Staudensellerie, Radieschen oder Blumenkohl aus regionalem Anbau. Zudem startet die Spargel- und
Rhabarberzeit allmählich und bringt Abwechslung in die Frühlingsküche.

Ein Körnchen Wahrheit

Bei Getreideprodukten geraten neben der Stärke, die den Blutzucker rasch ansteigen lassen kann, auch Phytinsäure und Lektine immer wieder in die Kritik. Beide Stoffe kommen in Vollkornprodukten durch die Nutzung des ganzen Korns in teilweise höheren Mengen vor. Phytinsäure kann Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium oder Zink binden und dadurch deren Verfügbarkeit im Körper verringern. Lektine wiederum können vor allem in roher Form oder bei empfindlichen Personen Darmreizungen auslösen.
Wissenschaftlich ist die Debatte noch nicht abgeschlossen, da Forschende weiterhin untersuchen, in welchem Umfang Phytinsäure und Lektine den Mineralstoffhaushalt oder die Darmgesundheit beeinflussen können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dennoch, bevorzugt zu Vollkornvarianten zu greifen. 

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