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Was hilft bei Heuschnupfen?

Wenn draußen die ersten milderen Tage locken, beginnt für viele Menschen eine Zeit, in der die Nase kitzelt, die Augen jucken oder der Schlaf schwierig wird. Denn Pollen können schon früh im Jahr unterwegs sein und empfindliche Schleimhäute schnell reizen. Doch den typischen Heuschnupfensymptomen lässt sich gut begegnen. Die apropos-Redaktion hat verschiedene Tipps zusammengestellt, welche den Allergiealltag deutlich erleichtern können.

  1. Pollenbelastung reduzieren
    Je weniger Pollen auf die Schleimhäute treffen, desto weniger Heuschnupfensymptome entwickeln sich. Halten Sie bestenfalls in Zeiten mit starken Heuschnupfenbeschwerden Fenster und Türen geschlossen. Getragene Kleidung sollten Sie vor dem Schlafzimmer ablegen, wobei ergänzend abendliches Haarewaschen Pollen entfernt und die Nacht erleichtern kann. Pollenschutzgitter an Fenstern halten einen Großteil der Partikel zurück. Regelmäßiges feuchtes Wischen bindet Pollen im Wohnraum, Wäsche trocknet idealerweise drinnen. Bei gereizten Augen ist eine Brille oft angenehmer als Kontaktlinsen, da Pollen den Tränenfilm zusätzlich stören können.

  2. Nasenschleimhaut richtig behandeln und pflegen
    Verwenden Sie frei verkäufliche, kortisonhaltige Nasensprays. Achten Sie zudem auf eine regelmäßige Pflege Ihrer Nasenschleimhäute, ähnlich wie bei der Hautpflege. Hierbei können Nasencremes mit den Wirkstoffen Natriumchlorid und Natriumhydrogencarbonat in Kombination oder befeuchtende Nasensprays mit dem Wirkstoff Dexpanthenol unterstützen.

  3. Medikamente gezielt einsetzen
    Antiallergische Wirkstoffe aus der Gruppe der Antihistaminika können bei manchen Betroffenen starke Müdigkeit verursachen. Probieren Sie im Zweifel verschiedene Antihistaminika und nehmen diese immer am Abend ein, wenn lokale Behandlungsformen die Symptome nicht ausreichend lindern. Zusätzlich können antihistaminhaltige Augentropfen juckende oder tränende Augen beruhigen.

  4. Hyposensibilisierung/spezifische Immuntherapie
    Die spezifische Immuntherapie ist die einzige Behandlung, die an der Ursache ansetzt. Sie kommt infrage, wenn die Beschwerden stark ausgeprägt sind, sich trotz Medikamenten nicht ausreichend kontrollieren lassen oder ein Risiko für allergisches Asthma besteht. Der Beginn ist idealerweise außerhalb der Pollensaison, häufig im Herbst. Die Therapie dauert in der Regel drei Jahre und kann die Allergiebereitschaft nachhaltig verringern.

  5. Praktische Helfer
    Luftreiniger und Staubsauger mit HEPA-Filter reduzieren Pollen in Innenräumen. Pollenfilter im Auto schaffen Erleichterung unterwegs. Kontaktlinsenträger sollten während der Saison möglichst Tageslinsen verwenden und nach Augentropfen etwa 15 bis 20 Minuten warten, bevor sie die Linsen einsetzen.
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